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Kurz gesagt
- Der First liegt außermittig, eine Dachfläche ist länger als die andere.
- Gewählt für mehr Kopfhöhe im Dachgeschoss, eine große Südfläche für PV oder aus gestalterischen Gründen.
- Die lange Seite braucht längere Sparren, Mittelpfetten und eine Neigung über dem Minimum der Deckung.
Zwei Varianten
- Gleiche Neigung, versetzter First: eine Seite reicht weiter herunter, oft über Terrasse oder Anbau.
- Unterschiedliche Neigungen: eine steile (35–45°) und eine flache Seite (15–25°) — typisch für ein Dachgeschoss mit hoher Wand und senkrechten Fenstern.
Konstruktion
Beide Varianten bestehen aus Fußpfette, Sparren, First und je nach Spannweite Mittelpfetten auf Stielen oder Innenwänden. Die Sparren der langen Seite spannen weiter und werden eigens bemessen; der Horizontalschub unterscheidet sich je Wand; bei ungleichen Neigungen werden Stützen nach Statik positioniert. Die Bemessung erfolgt durch den Tragwerksplaner nach Schnee- und Windlast des Standorts — besonders auf der flachen Seite.
Vor- und Nachteile
- + mehr nutzbare Fläche unter der steilen Seite;
- + große Südfläche für Photovoltaik;
- + Verlängerung über Terrasse, Eingang oder Garage ohne eigene Konstruktion;
- − die flache Seite schränkt die Wahl der Deckung ein;
- − die lange Seite führt mehr Wasser ab — Rinne und Fallrohr nach ihrer Fläche bemessen.
Fläche und Material
Jede Dachseite getrennt rechnen: Hauslänge × Sparrenlänge (Grundrissprojektion ÷ Kosinus der Neigung) plus Überstand. 6 m Projektion bei 20° sind etwa 6,4 m Sparrenlänge; 4 m bei 40° etwa 5,2 m. Ob eine asymmetrische Dachform zulässig ist, kann der Bebauungsplan vorgeben.
Häufige Fragen
Kann ich auf der flachen Seite Ziegel verlegen?
Nur oberhalb der Regeldachneigung, die der Hersteller für das Modell angibt; darunter sind Zusatzmaßnahmen (z. B. ein regensicheres Unterdach) oder eine andere Deckung nötig.

