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Kurz gesagt
- Abschlagszahlungen erhalten während der ganzen Arbeit ein echtes Druckmittel.
- Volle Vorauszahlung nimmt dem Auftragnehmer den Anreiz, Probleme zu beheben.
- Eine spürbare Schlussrate einbehalten, im Vertrag vereinbart.
Wie Abschlagszahlungen funktionieren
Eine über die Bauabschnitte verteilte Zahlung (Anzahlung, Abschläge nach sichtbarem Fortschritt und eine bis zur Abnahme einbehaltene Schlussrate) erhält während des ganzen Projekts ein echtes Druckmittel. Tritt ein Qualitäts- oder Terminproblem auf, bleibt das Zurückhalten der nächsten Rate ein konkretes Argument für die Lösung.
Das Risiko voller Vorauszahlung
Wer vor Beginn oder Abschluss der Arbeit alles bezahlt, verliert dieses Druckmittel vollständig – ist das Geld überwiesen, sinkt die Motivation des Auftragnehmers deutlich, Probleme schnell und richtig zu beheben, weil die Zahlung nicht mehr vom Ergebnis abhängt.
Wie hoch die Schlussrate sein sollte
Die bis zur mängelfreien Abnahme ausdrücklich einbehaltene Schlussrate sollte groß genug sein, um ein echter Anreiz zu sein, alle Details korrekt fertigzustellen, kein symbolischer Prozentsatz, den man leicht ignoriert. Am besten wird sie schon in Angebot und Vertrag festgelegt, nicht in letzter Minute verhandelt.
Ausnahmen, in denen die volle Zahlung Sinn ergibt
Bei sehr kleinen Arbeiten mit günstigem Material und schneller Ausführung wird der Risikounterschied praktisch bedeutungslos, und eine aufwendige Ratenstruktur kann eine einfache Zusammenarbeit unnötig verkomplizieren. Ihren echten Wert zeigen Abschlagszahlungen bei Arbeiten mit nennenswertem Budget und längerer Dauer.

