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Kurz gesagt
- In einem Bad unter etwa 4 m² funktioniert der Raum mit einer Dusche fast immer besser.
- Eine bodengleiche Dusche braucht 1,5–2 % Gefälle zum Ablauf und eine größere Abdichtungsfläche – mehr Arbeitsaufwand.
- Wannen passen zu Haushalten mit kleinen Kindern; bodengleiche Duschen sind für ältere Menschen sicherer.
Die Platzrechnung im kleinen Bad
Eine Standardwanne braucht meist 70 × 140–170 cm plus Platz davor, um sich bequem zu bücken und einzusteigen. Eine quadratische Duschkabine geht auf 80 × 80 oder 90 × 90 cm herunter, eine bodengleiche Dusche ohne Wanne und Kante kann noch kleiner sein, wenn der Grundriss es erlaubt. In einem Bad unter 4 m² geht es nicht nur um die Stellfläche, sondern um die verbleibende Bewegungsfläche – eine Wanne an drei Wänden lässt einen schmalen Gang, eine Eckdusche macht den übrigen Raum optisch frei.
Hat das Bad über 5–6 m², ist der Platz nicht mehr das entscheidende Argument, und die Wahl hängt vom Lebensstil der Bewohner ab. Unter dieser Schwelle ist die Dusche fast immer die Lösung, mit der der Raum besser funktioniert, besonders mit einer Glaswand statt Vorhang oder blickdichter Kabine.
Bodengleiche Dusche: Ablauf und Gefälle
Eine bodengleiche Dusche (ohne Stufe, auf Höhe des übrigen Bodens) wirkt modern und beseitigt die Stolpergefahr, verlangt aber sorgfältigere Ausführung als eine vorgefertigte Duschwanne. Der Bodenablauf muss so sitzen, dass das Gefälle drumherum – meist 1,5–2 % zum Ablauf – reicht, damit kein Wasser stehen bleibt, aber nicht so steil ist, dass es unangenehm unter den Füßen ist. Das Gefälle wird im Estrich hergestellt, vor Abdichtung und Fliesen – eine Entscheidung aus der Planungsphase, die sich nach dem Fliesen kaum korrigieren lässt.
Weil der ganze Bereich oft nass ist und keine physische Barriere (Kante oder Wanne) das Wasser begrenzt, muss die Abdichtung eine größere Fläche abdecken als bei einer klassischen Duschwanne – meist den ganzen Badboden, nicht nur den Duschbereich, plus die Wände bis mindestens 1,8–2 m in der Dusche. Diese zusätzliche Abdichtung ist der Hauptgrund, warum eine bodengleiche Dusche im Arbeitslohn mehr kostet als eine Standardwanne, auch wenn das Sanitärobjekt selbst günstiger ist (keine Duschwanne).
Sicherheit: kleine Kinder und ältere Menschen
Die Wanne bleibt in Haushalten mit kleinen Kindern die bevorzugte Wahl, weil sie eine sichtbare Barriere bietet und der natürliche Ort zum Baden des Kindes in den ersten Jahren ist – schwer allein durch eine Dusche zu ersetzen, besonders wenn es im ganzen Haus keine Wanne gibt. Erlaubt es der Platz, ist eine Duschbadewanne (längere Wanne mit teilweiser Glaswand) ein Mittelweg, der das Baden für Kinder erhält, ohne auf die bequeme tägliche Dusche der Erwachsenen zu verzichten.
Für ältere oder bewegungseingeschränkte Menschen kehrt sich das um: Der Einstieg über den Wannenrand ist ein echtes Sturzrisiko, während eine bodengleiche Dusche mit fest montierten Haltegriffen und rutschhemmender Oberfläche deutlich sicherer ist. Leben sowohl kleine Kinder als auch ältere Menschen im Haushalt, lohnt sich von Anfang an eine Hybridlösung – oder zwei Bäder mit unterschiedlichen Funktionen, wenn die Wohnung es erlaubt.
Wiederverkaufswert und die langfristige Entscheidung
Auf vielen Wohnungsmärkten wird eine Wohnung mit nur einem Bad und ganz ohne Wanne von einem Teil der Käufer als Nachteil gesehen, vor allem von Familien mit Kindern – auch wenn viele jüngere Käufer ohne Kinder ausdrücklich eine Dusche bevorzugen. Bei nur einem Bad ist eine Wanne (eventuell als Duschbadewanne) die sicherere Wahl für den Wiederverkauf. Mit zwei Bädern deckt eine großzügige Dusche im einen und eine Wanne im anderen beide Vorlieben ohne Kompromiss ab.
Finanziell kostet eine gut gebaute Dusche im Material meist weniger als eine Wanne ähnlicher Qualität, der Unterschied kann aber bei einer bodengleichen Dusche wegen der zusätzlichen Abdichtung schrumpfen oder sich umkehren. Schätzen Sie vor der Entscheidung die Gesamtkosten jeder Variante, nicht nur den Preis des Sanitärobjekts.
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