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Kurz gesagt
- Leitungswasser in Deutschland unterliegt der Trinkwasserverordnung — ein Filter ist meist nicht nötig, außer gegen Partikel oder Kalk.
- Beim Hausbrunnen zuerst eine Wasseranalyse machen lassen.
- Wartung ist so wichtig wie der Filter: alte Kartuschen filtern nicht mehr und können verkeimen.
Filtertypen und was sie lösen
- Rückspül- bzw. Partikelfilter (Sieb, meist 90–100 µm): Sand, Rost, Partikel. Hinter der Wasseruhr; schützt Leitungen und Armaturen. Bei Neuanlagen ist ein Filter nach der Wasserzähleranlage in den Normen vorgesehen.
- Aktivkohle: reduziert Geruch und Geschmack, Chlor und einige organische Stoffe — unter der Spüle, für Trinkwasser.
- Enthärtungsanlage (Ionentauscher mit Salzregeneration): senkt die Härte und damit Kalk; für das ganze Haus oder nur Warmwasser.
- Umkehrosmose: Membran, die fast alle gelösten Salze entfernt, auch Nitrat — für Trinkwasser an einem separaten Hahn; erzeugt Abwasser.
- UV-Anlage: desinfiziert ohne die Zusammensetzung zu ändern; sinnvoll beim Brunnen nach einem Partikelfilter.
Leitungswasser oder Hausbrunnen
Leitungswasser wird vom Versorger aufbereitet und überwacht. Typische Themen sind Partikel nach Netzarbeiten und Kalk; die Wasserhärte erfahren Sie beim Versorger.
Brunnenwasser kann Nitrat, Keime, Eisen, Mangan oder hohe Härte enthalten, ohne dass man es sieht. Eine Analyse in einem akkreditierten Labor zeigt, was behandelt werden muss.
Einbauort
Eingriffe in die Trinkwasserinstallation nach dem Zähler sollte ein eingetragener Installateur ausführen.
- Hinter dem Wasserzähler: Rückspülfilter, bei Bedarf danach Enthärtung — mit Bypass für Wartung ohne Wasserabschaltung; bei hohem Netzdruck ein Druckminderer.
- Unter der Küchenspüle: Aktivkohle oder Umkehrosmose mit eigenem Trinkwasserhahn.
Wartung
Rückspülfilter regelmäßig rückspülen (oft alle zwei Monate), Kartuschen nach Herstellerangabe tauschen, Salz nachfüllen und die Membran der Osmose alle paar Jahre erneuern. Datum jeder Wartung notieren.
Häufige Fragen
Brauche ich bei Leitungswasser eine Umkehrosmose?
In der Regel nicht. Leitungswasser muss die Trinkwasserverordnung erfüllen; Aktivkohle verbessert höchstens den Geschmack. Umkehrosmose ist bei Brunnenwasser mit Nitrat oder sehr hartem Wasser für Trinkwasser sinnvoll — sie entfernt auch nützliche Mineralien.
Wie oft wechselt man die Filterkartusche?
Nach Herstellerangabe, meist alle 3–12 Monate. Eine alte Kartusche filtert nicht mehr und kann verkeimen; beim Partikelfilter zeigt sinkender Druck die Verstopfung an.

