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Kurz gesagt
- Eine saugende Pumpe schafft nur etwa 7–8 m Ansaughöhe; bei tieferem Wasserspiegel braucht es eine Tiefbrunnenpumpe.
- Ein Familienhaushalt braucht typischerweise 2–3 m³/h bei etwa 3 bar.
- Ein Druckkessel mit 50–100 Litern verhindert, dass die Pumpe bei jedem Hahn anspringt.
Hauswasserwerk oder Tiefbrunnenpumpe
- Hauswasserwerk (Pumpe mit Kessel, im Haus oder Schacht): günstig, wartungsfreundlich. Die physikalische Grenze liegt bei etwa 7–8 m vom Pumpeneinlass bis zum Wasserspiegel, inklusive Leitungsverlusten.
- Tiefbrunnen- bzw. Unterwasserpumpe mit Druckkessel und Druckschalter oben: für tiefe Wasserspiegel, enge Bohrbrunnen und gleichmäßige Förderung.
- Pumpe mit Injektor: saugt etwas tiefer, bei geringerem Wirkungsgrad.
Fördermenge und Druck
Den Spitzenbedarf aus gleichzeitig laufenden Zapfstellen schätzen: Dusche etwa 0,6–0,8 m³/h, Küchenarmatur etwa 0,5 m³/h, Waschmaschine 0,3–0,5 m³/h, Regner 0,5–1 m³/h. Ein Haus mit zwei Bädern und Gartenbewässerung kommt schnell auf 2,5–3,5 m³/h.
Nötiger Druck = gewünschter Druck an der höchsten Zapfstelle (etwa 2–2,5 bar) + Höhenunterschied + Leitungsverluste. Die Pumpe muss den Spitzenbedarf bei diesem Druck liefern — Kennlinie im Datenblatt prüfen, nicht die maximale Fördermenge auf dem Karton (gilt bei null Druck).
Kessel, Druckschalter und Schutz
- Membrankessel mit 50–100 Litern für ein Haus; zu kleine Kessel lassen die Pumpe takten.
- Druckschalter: typisch Einschalten bei etwa 1,5–2 bar, Ausschalten bei etwa 3–3,5 bar. Kesselvordruck (Pumpe aus, Leitungen drucklos) etwa 0,2 bar unter dem Einschaltdruck.
- Trockenlaufschutz schaltet ab, wenn der Brunnen leer ist; ein Fußventil hält die Saugleitung gefüllt.
- Ein Feinfilter nach der Pumpe schützt die Anlage vor Sand.
- Drehzahlgeregelte Pumpen halten den Druck konstant und sparen Strom, kosten aber mehr.
Brunnenwasser im Haus
Brunnenwasser darf nicht mit der öffentlichen Trinkwasserleitung verbunden werden; eine Eigenwasserversorgung für Trinkwasser ist dem Gesundheitsamt anzuzeigen. Für WC-Spülung oder Garten genutztes Brunnenwasser braucht eine getrennte, gekennzeichnete Leitung.
Typische Störungen
- Pumpe springt bei jedem Glas Wasser an: Kessel hat den Vordruck verloren oder die Membran ist defekt.
- Pumpe läuft, aber kein Druck: Luft in der Saugleitung, verstopftes Fußventil oder gesunkener Wasserspiegel.
- Pumpe schaltet nicht ab: Ausschaltdruck höher als die Pumpe schafft, oder eine Leckage.
Häufige Fragen
Welche Kesselgröße ist sinnvoll?
Ein größerer Kessel bedeutet weniger Pumpenstarts. Für ein Haus sind 50–100 Liter üblich; 24 Liter reichen bei geringem Verbrauch, dann springt die Pumpe aber fast bei jedem Zapfen an.
Auf welchen Druck stellt man ein Hauswasserwerk ein?
Typisch Einschalten bei etwa 1,5–2 bar und Ausschalten bei etwa 3–3,5 bar. Der Kesselvordruck wird bei ausgeschalteter Pumpe und drucklosem System etwa 0,2 bar unter den Einschaltdruck gesetzt.

