Aktualisiert · 3 Min. Lesezeit
Kurz gesagt
- Die erste durchgehende Reihe sitzt über der Außenwand, nicht am Dachüberstand.
- Lange Dachflächen und steile Neigungen brauchen zusätzliche Reihen weiter oben.
- Halter pro Meter und Reihenzahl ergeben sich aus den Herstellertabellen für Ihre Schneelastzone.
Was die Anzahl bestimmt
- Schneelastzone: Die Lasten unterscheiden sich stark zwischen Flachland und Gebirge.
- Dachneigung: Je steiler, desto größer die Kraft auf den Schneefang.
- Sparrenlänge: Lange Dachflächen sammeln mehr Schnee über der ersten Reihe.
- Deckung: Glattes Blech lässt Schnee fast sofort rutschen, Ziegel halten ihn länger.
Gitter oder Schneefangziegel
Schneefanggitter oder -rohre auf Stützen, in der Unterkonstruktion befestigt, bilden eine durchgehende Barriere. Schneefangziegel mit integrierter Nase werden versetzt über die Fläche verteilt. In schneereichen Lagen kombiniert man oft beides.
Typische Fehler
- Erste Reihe am Überstand statt über der Außenwand.
- Stützen nur an der Dachlatte statt an Sparren bzw. nach Herstellervorgabe befestigt.
- Nur eine Reihe bei langer Dachfläche.
- Zubehör für Blech auf Ziegeln oder umgekehrt — Undichtigkeiten an den Befestigungen.
- Lücken an Dachfenstern, Schornsteinen und Durchgängen.
Pflicht oder freiwillig?
Ob Schneefang vorgeschrieben ist, regeln Landesbauordnung und örtliche Vorschriften; unabhängig davon kann der Eigentümer im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht für Schäden durch Dachlawinen haften. Besonders wichtig ist Schneefang über Eingängen, Wegen, Stellplätzen und zum Nachbargrundstück hin.
Häufige Fragen
Wo kommt die erste Schneefangreihe hin?
Über die Außenwand, nicht an die Traufkante des Überstands: Dort lagert der Dachstuhl auf der Wand und kann die Last des zurückgehaltenen Schnees aufnehmen.
Wie viele Schneefangziegel pro m²?
Sie werden über die Fläche oder in Zonen versetzt verteilt; die Anzahl steigt mit Neigung und Schneelastzone. Der Ziegelhersteller nennt den Bedarf für jede Kombination.

