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Praxis-Ratgeber

Renovierungskosten-Rechner

Die meisten Renovierungsbudgets scheitern nicht an einem falschen Angebot, sondern an Dingen, die niemand eingepreist hat: Entsorgung des Bauschutts, eine zusätzliche Steckdose, morsche Dielen unter dem alten Belag. Ein tragfähiges Budget listet jede Kostenposition und hält einen Puffer für das bereit, was man noch nicht sieht.

Der Rechner enthält bewusst keine eigenen Preise – sie schwanken zu stark zwischen Regionen und Jahren. Tragen Sie die Beträge aus Ihren Angeboten, Preislisten oder eigenen Schätzungen ein; der Rechner addiert, schlägt den Puffer auf und zeigt, ob das Geld reicht.

Ihre Maße

10 % bei einfachen Arbeiten, 15–20 % bei Altbauten oder wenn Wände und Leitungen geöffnet werden.

Ergebnis

Tragen Sie mindestens einen Betrag ein – aus einem Angebot, einer Preisliste oder Ihrer eigenen Schätzung.

Der Rechner enthält keine eigenen Preise: Das Ergebnis ist nur so gut wie die Angebote, die Sie eintragen.

So rechnet der Rechner

  1. Summe der Positionen = alle eingetragenen Beträge.
  2. Puffer = Summe × Pufferprozentsatz.
  3. Gesamtbudget = Summe + Puffer.
  4. Optional: Kosten pro m² = Gesamtbudget ÷ Wohnfläche; Restbetrag bzw. Fehlbetrag = verfügbares Budget − Gesamtbudget.

Rechenbeispiel

Angebote über 4.000 € für Material, 2.500 € für Handwerkerleistungen und 1.500 € für Elektroarbeiten ergeben 8.000 €. Ein Puffer von 15 % kommt mit 1.200 € hinzu, das einzuplanende Budget beträgt also 9.200 €. Bei 10.000 € verfügbarem Budget bleiben nach dem Puffer 800 € übrig.

Annahmen der Berechnung

  • Der voreingestellte Puffer beträgt 15 % – ein üblicher Mittelwert zwischen einfachen Arbeiten (10 %) und Altbausanierung (20 % und mehr).
  • Die Beträge werden als Bruttobeträge in Euro verstanden; ob Angebote Mehrwertsteuer enthalten, sollten Sie vorher prüfen.

Wann Sie das Ergebnis anpassen sollten

  • Das Budget ist nur so gut wie die Angebote: Vergleichen Sie Angebote über denselben Leistungsumfang (mit oder ohne Material, Entsorgung, Mehrwertsteuer).
  • Lassen Sie den Puffer bis zum Ende der Arbeiten unangetastet – wer ihn zwischendurch für Upgrades nutzt, hat ihn nicht mehr, wenn er gebraucht wird.
  • Bei größeren Vorhaben können Planungskosten, Genehmigungen oder eine Energieberatung anfallen; welche Regeln gelten, klärt die örtliche Bauaufsicht.

Häufige Fragen

Wie viel Puffer sollte ein Renovierungsbudget haben?

10 % bei einfachen, klar umrissenen Arbeiten; 15–20 % bei Altbauten oder wenn Wände, Böden und Leitungen geöffnet werden und versteckte Mängel wahrscheinlich sind. Je weniger Sie über das Gebäude wissen, desto höher der Puffer.

Was wird bei der Renovierungsplanung am häufigsten vergessen?

Entsorgung, Schutz von Böden und Möbeln, Kleinmaterial (Dübel, Silikon, Grundierung), das Beiputzen nach Elektriker und Installateur sowie Kosten für eine Ausweichunterkunft während der Arbeiten.

Warum enthält der Rechner keine Preise?

Material- und Lohnkosten unterscheiden sich stark nach Region und ändern sich jedes Jahr. Eingebaute Durchschnittswerte würden genau wirken, könnten für Sie aber leicht falsch sein – deshalb rechnet der Rechner mit Ihren eigenen Zahlen.

CP

Cipică · C.P.-02

Halten Sie 10–20 % Puffer zurück. Altbauten lieben Überraschungen.

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