
U-Wert-Rechner für Wände
Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) gibt an, wie viel Wärme durch einen Quadratmeter Wand pro Grad Temperaturunterschied zwischen innen und außen verloren geht. Je kleiner er ist, desto besser dämmt die Wand – und mit ihm arbeiten Gebäudeenergiegesetz, Energieausweis und Dämmstoffhersteller.
Wählen Sie die bestehende Wand und den Dämmstoff oder tragen Sie die Wärmeleitfähigkeit λ aus dem Datenblatt ein. Der Rechner zeigt, wie stark eine Dämmschicht die Wand verbessert, und – mit einem Zielwert – wie dick die Dämmung sein muss.
Ihre Maße
Typische Werte – nutzen Sie die Herstellerangabe, wenn bekannt.
Ergebnis
- U-Wert ohne Dämmung
- 2,09 W/(m²·K)
- U-Wert mit Dämmung
- 0,30 W/(m²·K)
- Wärmedurchgangswiderstand (mit Dämmung)
- 3,34 m²·K/W
- Wärmeverlust durch die Wand sinkt um
- 86 %
- Wärmestrom vorher, bei der Temperaturdifferenz
- 41,8 W/m²
- Wärmestrom nachher
- 6,0 W/m²
Vereinfachte Berechnung für eine homogene Wand: Putzschichten, Wärmebrücken und Dübel bleiben unberücksichtigt, der reale U-Wert liegt etwas höher.
So rechnet der Rechner
- Wärmedurchlasswiderstand jeder Schicht: R = Dicke (m) ÷ λ.
- Gesamtwiderstand: R_T = Rsi + R_Wand + R_Dämmung + Rse, mit den Wärmeübergangswiderständen Rsi = 0,13 und Rse = 0,04 m²K/W für Wände (DIN EN ISO 6946).
- U-Wert = 1 ÷ R_T, in W/(m²·K).
- Wärmestrom = U × Temperaturdifferenz, in W pro m² Wand.
- Dämmstärke für einen Ziel-U-Wert = λ_Dämmung × (1 ÷ U_Ziel − Rsi − Rse − R_Wand).
Rechenbeispiel
Eine 25 cm dicke Vollziegelwand (λ = 0,81) hat R = 0,25 ÷ 0,81 = 0,31 m²K/W und einen U-Wert von etwa 2,09 W/(m²·K). 10 cm EPS (λ = 0,035) bringen R = 2,86 hinzu; der U-Wert sinkt auf etwa 0,30 – 86 % weniger Wärmeverlust durch die Wand. Bei 20 K Temperaturdifferenz fällt der Wärmestrom von 41,8 auf 6,0 W pro m². Für U = 0,20 braucht dieselbe Wand rund 15,8 cm dieses EPS.
Annahmen der Berechnung
- Die λ-Werte in der Auswahl sind typische Werte; reale Produkte weichen ab – nutzen Sie den Bemessungswert aus dem Datenblatt, wenn Sie ihn kennen.
- Die Wärmeübergangswiderstände entsprechen DIN EN ISO 6946 für Wände mit horizontalem Wärmestrom.
Wann Sie das Ergebnis anpassen sollten
- Vereinfachte Rechnung für eine homogene Wand: Putzschichten, Luftschichten, Wärmebrücken und Dübel bleiben unberücksichtigt, der reale U-Wert liegt daher etwas höher.
- Feuchteschutz wird nicht geprüft: Gerade eine Innendämmung kann Tauwasser in der Wand verursachen und braucht eine bauphysikalische Prüfung.
- Die gesetzlichen Höchstwerte für den U-Wert bei der Sanierung stehen im Gebäudeenergiegesetz (GEG); für Förderanträge gelten eigene Anforderungen. Einen verbindlichen Nachweis erstellt eine Energieberaterin oder ein Energieberater.
Häufige Fragen
Was ist ein guter U-Wert für eine Außenwand?
Ungedämmte massive Altbauwände liegen oft zwischen 1,5 und 2,5 W/(m²·K). Gedämmte Wände energieeffizienter Gebäude liegen typischerweise bei etwa 0,15–0,30. Welche Anforderung für Sie gilt, hängt von Neubau oder Sanierung und von einer möglichen Förderung ab.
Was ist der Unterschied zwischen U-Wert und R-Wert?
Sie sind Kehrwerte: R ist der Wärmedurchgangswiderstand (größer ist besser), U = 1 ÷ R der Wärmedurchgangskoeffizient (kleiner ist besser).
Halbiert doppelt so viel Dämmung den Wärmeverlust?
Nicht ganz – und jeder zusätzliche Zentimeter bringt weniger. Der Schritt von 0 auf 10 cm wirkt enorm, der von 20 auf 30 cm verbessert den U-Wert deutlich weniger. Deshalb gibt es eine wirtschaftlich sinnvolle Dämmstärke.
