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Kurz gesagt
- Bodenstrahler alle 2–3 m, Pollerleuchten alle 4–5 m, damit kein Abschnitt völlig dunkel ist.
- Zu viele Leuchten nehmen den Kontrast und machen Stufen schwerer erkennbar.
- Ecken, Stufen und Höhenwechsel zuerst beleuchten.
Die doppelte Aufgabe der Wegebeleuchtung
Wegebeleuchtung hat eigentlich zwei getrennte Aufgaben, auch wenn oft dieselben Leuchten beides übernehmen. Die erste ist Sicherheit beim Gehen in der Nacht – Wegränder, Stufen, Unebenheiten und Höhenwechsel erkennen, damit niemand stolpert oder vom Weg tritt. Die zweite ist die allgemeine Orientierung im Garten: Lichter, die den Weg vom Tor zur Haustür markieren und Ortsfremden helfen, ohne Raten den richtigen Weg zu finden.
Beide Aufgaben brauchen anderes Licht: Sicherheitslicht sollte niedrig und auf den Boden gerichtet sein, damit es nicht blendet und Unebenheiten genau zeigt; Orientierungslicht darf etwas höher und diffuser sein, genug, um den Weg aus der Distanz zu zeichnen.
Abstand zwischen den Lichtpunkten
Die Faustregel: Zwischen zwei aufeinanderfolgenden Leuchten sollte kein völlig dunkler Abschnitt liegen – was nicht heißt, an jedem Schritt eine Leuchte zu setzen. Bei niedrigen Bodenstrahlern entlang des Wegs ergeben 2–3 m Abstand meist eine durchgehende Ausleuchtung ohne tote Zonen und ohne unnötige Überlappung. Bei höheren Pollerleuchten kann der Abstand je nach Leistung und Abstrahlwinkel auf 4–5 m steigen.
Zu viele, zu dicht gesetzte Lichtquellen bewirken das Gegenteil – zu viel Licht nimmt den Kontrast und macht es paradoxerweise schwerer, das echte Relief des Wegs, Stufen oder Kanten zu erkennen. Besser weniger, aber genau an den kritischen Punkten (Ecken, Höhenwechsel, Abzweigungen) als dicht und gleichmäßig auf der ganzen Länge.
Geeignete Leuchten für Wege
Niedrige Strahler, bodenbündig eingelassen oder am Rand montiert, sind für die Gehsicherheit am wirksamsten, weil das Licht direkt auf die Lauffläche fällt. Pollerleuchten in regelmäßigen Abständen geben zusätzlich Orientierung aus der Distanz, nützlich auf langen oder geschwungenen Wegen. Bewegungsmelder passen an Zugängen – Tor, Haustür –, wo das Licht nur bei Bedarf angeht, statt die ganze Nacht zu brennen.
Solarleuchten brauchen keine Verkabelung und sind am einfachsten zu installieren, besonders an einem fertigen Weg, den Sie nicht erneut für Kabel aufgraben möchten. Der Kompromiss: weniger Helligkeit als netzbetriebene Leuchten und Abhängigkeit von der Sonne am Tag – an stark von Bäumen oder Zäunen beschatteten Stellen haben Solarleuchten bei bewölktem Wetter oder im Winter, wenn die Tage kurz sind, weniger Helligkeit und Laufzeit.
Platzierung an Ecken und Höhenwechseln
Unabhängig vom restlichen Weg haben folgende Punkte absolute Priorität: Ecken mit schlechter Sicht, bewusste Stufen oder Gefälle (etwa wo der Weg dem Gelände folgt) und Übergänge zwischen verschiedenen Materialien, wo ein Höhen- oder Strukturunterschied im Dunkeln leicht übersehen wird. Ein einziger gut gesetzter Strahler direkt an einer Stufe bringt mehr Sicherheit als zehn Leuchten entlang eines geraden, ebenen Abschnitts.
Rechner für diese Arbeit
Gartenbeleuchtung-Rechner
Wie viele Außenleuchten und wie viel Kabel ein Gartenweg braucht, aus Länge und Leuchtenabstand.
Pflaster-Rechner
Wie viele Pflastersteine ein Weg, eine Einfahrt oder eine Terrasse braucht, inklusive Verschnitt.
Elektrokabel-Rechner
Eine Schätzung des Elektrokabels für Steckdosen und Leuchten einer Wohnung.

