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Kurz gesagt
- Südausrichtung bringt den höchsten Jahresertrag.
- Südost und Südwest verlieren meist nur wenige Prozent; Ost-West liefert weniger pro Jahr, aber gleichmäßiger über den Tag.
- In Deutschland liegt das Optimum für den Jahresertrag bei etwa 30–35°; die vorhandene Dachneigung passt meist gut genug.
Ausrichtung
- Süd: höchster Jahresertrag, Spitze mittags.
- Südost / Südwest: geringe Verluste; Südwest verschiebt den Ertrag in den Nachmittag, wenn der Verbrauch steigt.
- Ost-West (je eine Hälfte pro Dachseite): weniger Jahresertrag, aber breitere Kurve und mehr Eigenverbrauch — mit weniger Einspeisung zur Mittagsspitze.
- Nord: bei steilen Dächern meiden; bei sehr flachen manchmal vertretbar.
Neigung
Die Ertragskurve ist um das Optimum flach — ein Dach mit 25° oder 45° verliert wenig. Auf Flachdächern ist der Winkel ein Kompromiss: 10–15° erlauben engere Reihen (mehr kWp auf gleicher Fläche), 30° bringen mehr pro Modul, brauchen aber große Reihenabstände.
- Steil (45–60°): begünstigt den Winter, Schnee rutscht leichter ab.
- Flach (10–20°): begünstigt den Sommer, Module verschmutzen schneller.
Verschattung wiegt schwerer
Ein Schornstein, eine Antenne oder ein Baum, der einige Module zu wichtigen Stunden verschattet, kann mehr kosten als eine ungünstige Ausrichtung. Schatten im Dezember prüfen, wenn die Sonne tief steht. Leistungsoptimierer oder Mikrowechselrichter begrenzen den Verlust auf die verschatteten Module.
Für das eigene Dach prüfen
Das kostenlose PVGIS-Tool der Europäischen Kommission berechnet den Ertrag für Ihre Koordinaten, Ausrichtung (Azimut) und Neigung. Dachdaten eingeben, mit dem Optimum vergleichen und die Differenz in kWh pro Jahr ablesen.
Häufige Fragen
Lohnt sich PV auf einem Norddach?
Bei flacher Neigung ist der Verlust moderat, bei steiler Neigung sinkt der Ertrag deutlich. Vor der Entscheidung eine Simulation für die genaue Ausrichtung und Neigung rechnen, zum Beispiel in PVGIS.
Ist Ost-West schlechter als Süd?
Der Jahresertrag ist geringer, dafür verteilt sich die Erzeugung auf Morgen und Abend, was den Eigenverbrauch erhöhen kann. Bei ausreichend Dachfläche ist eine größere Ost-West-Anlage oft sinnvoll.

